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Typische Bauschäden
Altbauten haben typische Mängel, die im Laufe der Jahre auftauchen und einer Erneuerung
bedürfen. Auf den ersten Blick haben ältere Häuser viele unterschiedliche Konstruktionen und
Bauteile. Betrachtet man sich die Häuser aber mal etwas genauer, kann man sie in
Baualtersstufen einteilen. Daher treten auch bei Häusern der gleichen Altersstufe immer
wieder ähnliche Schäden auf. Für Häuser, die zwischen 1840 und 1900 entstanden sind, ist oft
ein Schädlingsbefall im Dach vorhanden und der Wandputz ist gerissen oder hohl. Teilweise
sind auch Risse in tragenden Wänden vorhanden und feuchte Kellerwände sind durch die
fehlende Abdichtung Standard. Da bei diesen Häusern auch im innern recht viel mit
unbehandeltem Holz gearbeitet wurde, sind auch hier Schädlinge vorhanden. Die Baujahre
1930 bis 1950 leiden an schadhaften Dachdeckungen, Rissen im Putz,
Kondensationsproblemen wegen zu dünner Wände und haben oftmals durchgebogenen
Holzbalkendecken. Die Fußböden haben gerissene Fliesen und die meisten Türen sind
verzogen und undicht. Sämtliche Leitungen (Wasser, Abwasser, Strom) sind nicht mehr zu
gebrauchen. Bei den Häusern bis 1970 ist ebenfalls das Dach sehr reparaturbedürftig und es
gibt Risse in den Außenwänden. Im Sockelbereich ist der Putz meist aufgrund von
aufsteigernder Feuchte kaputt. Die Außenwände sind zu dünnen und nicht ausreichend
gedämmt. Besonders oft sind Wärmebrücken an Fenstern und Türen zu finden. Des weiteren
sind die meisten Schallschutzmaßnahmen nicht ausreichend. Bei den Bauten bis 1990
verfügen sämtliche Dämmungen nur über einen Mindest-Wärmeschutz und es kommt zu
Rissen im Putz. Bei solchen Häuser ist in näherer Zukunft mit Erneuerungsarbeiten im
Elektrobereich sowie einer Erneuerung der Abwasser- und Wasserleitungen zu rechnen.